Frauen Eishockey

ERC Ingolstadt Frauen News

IMG 6068Eishockey gehört zu einer der interessantesten Sportarten auf dem Eis. Etwas weniger bekannt aber deswegen nicht minder interessant ist das Frauen Eishockey. Der ERCI unterhält eine eigene Seniorenmannschaft, in der jedes Jahr, Saison für Saison mutige Frauen um den Sieg und um den Titel kämpfen

Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie gerne ausführlich und umfangreich über das Frauen Eishockey informieren. Wir möchten Ihnen zeigen, worum es bei dem Sport geht und wer hinter dem Frauen Eishockey steht. Außerdem möchten wir Ihnen natürlich den Kader der ERCI Frauen vorstellen und Ihnen eine Reihe an weiteren Informationen zum Team und zur Abteilung mit an die Hand geben.

Unser Ziel ist es, unseren Fans wie auch interessierten Menschen alle notwendigen Informationen zum Frauen Eishockey und zu unserem Team zu geben. So können Sie unsere Mannschaft beim nächsten Turnier noch besser unterstützen.

 

 

Aktuelle News...

20 Minuten Topleistung gegen Memmingen

20 Minuten Topleistung reichen gegen den ECDC Memmingen nicht um Punkte einzufahren

katarina zgrajaEs sollte das absolute Topspiel des Wochenendes in der DFEL werden und zumindest der neutrale Zuschauer bekam ordentliche was geboten. 9 Tore in 60 Minuten und über weite Strecken hochklassiges Tempoeishockey von beiden Teams. Die Frauen des ERC Ingolstadt mussten in der Partie gegen den amtierenden DEB-Pokalsieger und EWHL-Supercup-Champion erneut auf Elisa Matschke verzichten, außerdem fehlten noch Chiara Gehrsitz und Nadine Gentz, so dass Trainer Christian Sohlmann 14 Spieler zur Verfügung standen. Im Tor der Panther stand Paula Byszio, die im EWHL-Supercup-Spiel vor 17 Tagen an selber Stelle nur ein mal hinter sich greifen musste und somit ein Garant für den Erfolg des ERC gegen Memmingen im Supercup war.

In den ersten 20 Minuten spielte sich der ERC einige hochkarätige Chancen heraus, aber scheiterte erneut an seiner teilweise kläglichen Chancenverwertung. So wurden gleich mehrere freie Schüsse aus dem Slot am Tor vorbeigesetzt oder wurden genau auf Mann geschossen. Der ECDC zeigte sich trotz der klaren Überlegenheit des ERC immer wieder mal gefährlich vor dem Ingolstädter Tor und so kam es, wie es kommen musste. Wenn du vorne nicht triffst, wirst du hinten bestraft. So kam Taylor Day beim ECDC Memmingen zum ersten ihrer vier Treffer an diesem Tag, nachdem die Ingolstädter Abwehr einen kollektiven Tiefschlaf hielt und gleich mehrfach einen Schritt zu spät war. Am Spielverlauf änderte sich aber erst mal nichts und auch 100 Sekunden doppelte Überzahl konnte der ERC nicht nutzen. Aber die Panther drückten weiter und so dauerte es bis zur 20. Minute als ein eigentlich harmloser Schuss von Andrea Lanzl doch noch den Weg ins Memminger Gehäuse zum 1-1 Pausenstand fand.

Das zweite Drittel begann dann erneut mit einer Reihe von Fehlern in der eigenen Defensive an dessen Ende das 1-2 für Memmingen stand. Auch wenn der Puck sich wirklich nur Zentimeter über die Torlinie quälte, war er drin. Mittlerweile war es ein Spiel auf Augenhöhe, wobei der Gast aus Memmingen eindeutig die klareren Torchancen hatte. Nachdem der ERC Ingolstadt nun immer mehr den Faden verlor und von der Dominanz aus dem ersten Drittel nichts mehr zu sehen war, fasst sich Katarina Zgraja in der 31. Spielminute ein Herz und zog nach einem Lauf über die ganze Eisfläche trocken ab und erzielte mit dem Schlagschuss in den Winkel den 2-2 Ausgleich. Gerade einmal 90 Sekunden später zeigte der ERC erneut enorme Schwächen in der Defensive und der ECDC nutzte diese eiskalt aus. So stand es nach 33 Minute 2-3 für die Indians und mit diesem Spielstand ging es auch in die zweite Pause.

Für das letzte Drittel hatte sich der ERC noch ein mal viel vorgenommen, aber es kam leider ganz anders. Zuerst konnte man eine Überzahl in der ersten Minute des letzten Drittels nicht nutzen und sorgte dann durch einen Abstimmungsfehler im eigenen Drittel noch dafür, dass der ECDC einen Penalty zugesprochen kam. Der durch Marie Delarbre verwandelte Penalty sollte dann der endgültige Genickbruch für das Spiel der Panther sein. Der 2-Tore-Rückstand sorgte für einen kompletten Bruch im Spiel der Panther, die nun offensiv fast nicht mehr stattfanden und sich im Laufe des Drittels durch individuelle Fehler und eine Unterzahl noch drei Gegentreffer einfingen. Somit ging man im Endeffekt mit einer verdienten aber letztlich zu hohen Niederlage vom Eis.

Wie auch in den beiden Spielen gegen den ESC Planegg wurden die Panther für ihren Chancenwucher in den ersten 20-30 Minuten des Spiels bestraft und es bleibt die ernüchternde Erkenntnis, dass man sich leider erneut eher selbst geschlagen hat. Sollten die Frauen des ERC Ingolstadt ihre Abschlussschwäche in den wichtigen Spielen nicht bald in den Griff bekommen, wird man sich frühzeitig aus dem Titelrennen verabschieden müssen. Der nächste Gradmesser werden die beiden Spiele am 9. Und 10. Dezember gegen den ECDC Memmingen, bei denen definitiv gewonnen werden muss, wenn man Anschluss an die Spitze halten will.

Fünf Spiele, Fünf Siege!

Fünf Spiele, Fünf Siege, 24-7 Tore und das alles in neun Tagen

anastazja gawronWas bei hochbezahlten Profisportlern regelmäßig für Aufschreie und Empörung sorgt, ist bei den Eishockey-Frauen des ERC Ingolstadt fast schon Normalität. Bedingt durch einen Feiertag unter der Woche und der Teilnahme am EWHL-Supercup absolvierten die Panther in den letzten 9 Tagen 5 Pflichtspiele. Dabei traf man an den beiden Wochenenden jeweils zwei mal auf die Mad Dogs Mannheim und unter der Woche in EWHL-Supercup auf den Titelverteidiger aus Memmingen.

War der Kader bei den drei Heimspielen am 28. und 29.10., so wie dem 01.11.2017 noch so gut wie komplett, musste Trainer Christian Sohlmann am letzten Wochenende in Mannheim gleich auf eine komplette Reihe Stammspieler verzichten. Elisa Matschke verpasste verletzt alle fünf Spiele der Woche. In Mannheim fehlten dazu noch Eva Byszio, Kristin Schmid, Sorsha Sabus und Brooke Reimer. Im Tor bekamen in den fünf Spielen alle drei Torhüter Einsatzzeit, so spielte Lisa Geml jeweils die Samstagsspiele gegen Mannheim, Paula Byszio wurde sonntags zuhause gegen Mannheim eingewechselt und spielte im EWHL-Supercup gegen Memmingen von Beginn an und Steffi Gschwendner spielte jeweils am Sonntag gegen Mannheim.

Zwei eher durchwachsenen Leistungen am ersten Wochenende folgten drei starke Auftritte in der zweiten Wochenhälfte. Konnte man das erste Spiel gegen Mannheim noch von vorne weg durch Tore von Lucie Geelhaar (3), Andrea Lanzl (2), Katarina Zgraja und Kristin Schmid mit einem lockeren 7-2 gewinnen, so lag man im zweiten Spiel nach 22 gespielten Minuten mit 0-3 zurück. Es dauerte bis zur 32. Spielminute ehe der ERC durch Kristin Schmid das erste Mal etwas zählbares auf die Anzeigetafel brachte. Es folgten dann allerdings noch fünf weitere Treffer in den nächsten zwanzig Spielminuten (Lanzl 2, Zgraja 2 und Emily Nix), so dass man letztendlich nicht unverdient mit einem 6-3 die nächsten drei Punkte für die Bundesligatabelle holte.

Nach zwei lockeren Trainingseinheiten zu Wochenbeginn traf man dann am Mittwoch im EWHL-Supercup auf den ECDC Memmingen. Memmingen hatte bis dato sowohl in der DFEL als auch im Supercup in jedem Spiel gepunktet und lag in aussichtsreicher Position für eine Titelverteidigung im Supercup. Nachdem das erste Drittel von einer kleinlichen Linie des Unparteiischen dominiert wurde und somit kein wirkliches Spiel zustande kam, entwickelte sich ab dem zweiten Drittel ein Topspiel auf hohem Niveau, das der ERC mit 3-1 durch Tore von Jessica Hammerl, Brooke Reimer und Emily Nix für sich entscheiden konnte. Den einzigen Gegentreffer musste der ERC im zweiten Drittel bei einer doppelten Unterzahl hinnehmen. Somit musste der ECDC Memmingen das erste Mal in dieser Saison komplett ohne Punkte die Heimreise antreten und erhielt erheblichen Dämpfer im Kampf um die Titelverteidigung, da Memmingen die Runde mit 15 Punkten aus 7 Spielen beendet, während die Mannschaft aus Budapest nach 4 Spielen bereits 11 Punkte auf dem Konto hat. Der ERC Ingolstadt hat mit 10 Punkten aus 5 Spielen zumindest noch die Chance Memmingen und den ESC Planegg (6 Spiele, 12 Punkte) zu überholen, der Titel wird aber allem Anschein nach, nach Ungarn gehen.

Um neue Kraft zu tanken, gab es vor dem Wochenende in Mannheim zwei trainingsfreie Tage für die Mannschaft und so machte sich ein Rumpfkader von 12 Feldspielerinnen und zwei Goalies am Samstag auf den Weg nach Mannheim um die Spiele 3 und 4 gegen die Mad Dogs zu absolvieren.

Trotz des kleinen Kaders zeigte der ERC Ingolstadt eine starke Leistung, scheiterte jedoch insbesondere am Samstag immer wieder an der starken Victoria Hanson im Tor der Mannheimer. Ihr war es dann auch zu verdanken, dass es bis zum Ende ein enges Ergebnis gab und der ERC die Partie durch Tore von Pokopec und Lanzl nur mit 2-0 für sich entschied.

Am Sonntag kam es dann zum fünften Spiel in neun Tagen. Der ERC mobilisierte noch mal alle Kraftreserven und ging nach einer ansprechenden Leistung mit einem verdienten 6-1 Sieg vom Eis. Mit Geelhaar, Lanzl, Gawron, Gehrsitz, Zgraja und Kretzschmar gab es im letzten Spiel noch einmal sechs verschiedene Torschützen, was die Ausgeglichenheit des Ingolstädter Kaders zeigt.

In der DFEL ist man nun punktgleich mit dem ESC Planegg (10 Spiele, 25 Punkte) an der Spitze, direkt vor den verlustpunktfreien ECDC Memmingen Indians, die allerdings drei Spiele weniger absolviert haben.

Das kommende Wochenende ist für den Großteil des ERC Ingolstadt spielfrei, da lediglich Andrea Lanzl, Sorsha Sabus und Emily Nix mit der deutschen Nationalmannschaft in Moskau im Einsatz sind, ehe am Wochenende drauf erneut der ECDC Memmingen nach Ingolstadt kommt, diesmal für das erste DFEL-Aufeinandertreffen der beiden Spitzenteams.

Volle Punkteausbeute in Bergkamen

Volle Punkteausbeute für den ERC Ingolstadt in Bergkamen

paula byszioAm frühen Samstagmorgen machten sich die Frauen des ERC Ingolstadt auf den Weg ins nordrheinwestfälische Bergkamen für die erste große Auswärtstour der Saison. Leider nicht mit dabei waren sowohl Nadine Gentz (beruflich verhindert), Anastazja Gawron (Spiel für Stammverein), als auch Brooke Reimer, die am Sonntag beim Heimturnier der U10-Mannschaft des ERC Ingolstadt an der Bande stehen musste und vom Verein leider nicht für die wichtigen Spiele in Bergkamen freigestellt wurde. Erstmals wieder mit an Bord war Rückkehrerin Sybille Kretzschmar. Kretzschmar hatte erst seit Donnerstag Abend wieder deutschen Boden unter den Füßen und nur am Freitag mit der Mannschaft trainiert.

Somit standen Trainer Christian Sohlmann insgesamt 14 Feldspielerinnen und drei Goalies für das Wochenende zur Verfügung.

Am Samstag um 17.30 Uhr startete dann die erste Partie gegen die heimstarken Bärinnen aus Bergkamen. Trotz hohen Tempos der ERC Frauen wurde das erste Drittel eine sehr zähe Angelegenheit. Der EC Bergkamen stand hinten tief, aber sehr sicher und Lisa Geml im Tor der Schanzerinnen konnte die wenigen Chancen der Heimmannschaft in den ersten zwanzig Minuten zunichte machen. So blieb lediglich ein Pfostentreffer von Katarina Zgraja als Highlight eines hart umkämpften ersten Drittels in Erinnerung. Zu Beginn des zweiten Drittels wurde der ERC mit zunehmender Spieldauer stärker, aber ließ wie schon in den Spielen gegen Planegg mehrere hochkarätige Chancen aus. Nachdem diese Druckphase der Panther andauerte, wurde sie durch mehrere sehr kleinliche 2-Minuten-Strafen seitens der wenig souverän agierenden Schiedsrichterin beendet. Unter anderem überstand der ERC eine 40sekündige doppelte Unterzahl, nur um direkt im Anschluss bei einfacher Unterzahl durch Kristin Schmid mit 0-1 in Führung zu gehen. Schmid fing in der neutralen Zone einen Aufbaupass der Bärinnen ab und ließ Sarah Körber im Tor des ECB beim Alleingang keine Chance. Mit dieser Führung ging es dann auch in die zweite Drittelpause.

Im letzten Drittel kam es dann leider, wie es kommen musste. Der ERC ließ in der 44. Minute eine Großchance aus und kassierte anschließend nicht mal eine Minute später den Ausgleich. In einer unübersichtlichen Situation wurde Lisa Geml von einer Bergkamener Spielerin im Gewühl behindert, so dass Belo für Bergkamen ungehindert das 1-1 per Nachschuss erzielen konnte. Allerdings diente der Ausgleich wohl für den ERC Ingolstadt noch mal als Weckruf, denn in den letzten 15 Spielminuten wurde wieder zielstrebiger nach vorne gespielt und dadurch auch mehr Torchancen generiert. In der 55. Spielminute war es dann Eva Byszio, die sich nach einem schönen Zuspiel von Andrea Lanzl im Slot gegen die Bergkamener Verteidigerin durchsetzen konnte und den 2-1 Siegtreffer erzielte. In den letzten fünf Minuten warf Bergkamen alles nach vorne und nahm gut 70 Sekunden vor Ende noch die Torhüterin zu Gunsten einer weiteren Feldspielerin vom Eis. Die Panther blieben zwar konsequent in der Defensive, verpassten es aber bei drei Schüssen auf das leere Tor den Sack zuzumachen. So bliebt es beim letztendlich verdienten 2-1 Sieg für den ERC Ingolstadt an diesem Abend.

Sonntags trafen sich beide Mannschaften bereits um 9.30 Uhr morgens zur zweiten Begegnung des Wochenendes. Beim ERC stand diesmal Paula Byszio und bei den Bärinnen Pia Surke im Tor. Trotz der morgendlichen Uhrzeit startete der ERC ideal in die Partie und konnte bereits in der dritten Minute durch einen Handgelenkschuss von Katarina Zgraja ins kurze Eck mit 1-0 in Führung gehen. In der Folge entwickelte sich ein schnelles Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. In der neunten Spielminute konnte Hayley-Ann Masters von den Ingolstädter Verteidigern nur noch durch ein Foul an einem Breakaway gehindert werden, was zu einem Penalty führte. Bei diesem Penalty ließ die gefoulte Paula Byszio im Tor der Panther keine Chance und erzielte so den Ausgleich. Im weiteren Verlauf der ersten 20 Minuten hatten beide Teams noch weitere Torchancen und während Paula Byszio sich schadlos hielt, musste Pia Surke im Tor des ECB in einer Unterzahl in der 20. Spielminute noch ein mal hinter sich greifen, nachdem Lucie Geelhaar einen Rebound von Katarina Zgraja über die Torlinie bugsierte.

Den besseren Start ins zweite Drittel erwischten dann die Bergkamenerinnen und so kam es, dass Nina Ziegenhals in der 30. Minute in Überzahl per Nachschuss den zu dem Zeitpunkt nicht unverdienten Ausgleich erzielte. Wie auch schon am Vorabend diente der Ausgleich für den ERC Ingolstadt als Initialzündung für eine Leistungssteigerung. Bis zum Drittelende konnten die Panther ihre gute Leistung noch mit drei Treffern krönen. Andrea Lanzl per Handgelenkschuss aus dem Slot (32.), Paula Nix mit einem einhändigen Rebound (33.) und erneut Andrea Lanzl per Nachschuss (37.) schraubten das Ergebnis auf 5-2 nach vierzig gespielten Minuten hoch. Im letzten Drittel spielten die Panther die Partie dann ruhig und routiniert runter, da auch bei Bergkamen nach den zwei schnellen und harten Spielen die Kräfte langsam schwanden. Die Bärinnen versuchten noch einmal alles nach vorne zu werfen, aber der ERC Ingolstadt ließ nichts mehr anbrennen und nahm durch ein torloses letztes Drittel die sechs Punkte mit zurück in die heimische Saturn-Arena.

Der Sieg am Sonntag war mittlerweile der zehnte Bundesligaerfolg in Folge gegen die Mannschaft aus NRW, was ein weiteres Indiz dafür ist, dass die Panther in der Spitzengruppe der Bundesliga fest verwurzelt sind.

Am kommenden Wochenende trifft der ERC Ingolstadt in der heimischen Saturn-Arena am Samstag um 17 Uhr und am Sonntag um 15 Uhr auf die Mad Dogs Mannheim, die am Wochenende ihre beiden Partien zuhause gegen Berlin mit 3-4 und 3-6 verloren. Auf Ingolstädter Seite fehlen am Samstag Eva Byszio (beruflich) und Anastazja Gawron (Stammverein). Am Sonntag muss Trainer Christian Sohlmann lediglich auf Chiara Gehrsitz verzichten.

ERC Ingolstadt Frauen verpatzen Saisonauftakt

ERC Ingolstadt Frauen verpatzen Saisonauftakt durch katastrophale Chancenverwertung und Undiszipliniertheit

erci frauen verpatzen saisonauftaktAm letzten Wochenende standen die ersten zwei Spiele der neuen Bundesligasaison für den ERC Ingolstadt auf dem Plan und Gegner war kein geringerer als der amtierende Deutsche Meister aus Planegg. Die Panther mussten dabei beim Heimspiel am Samstag auf Sybille Kretzschmar, Paula Byszio und Chiara Gehrsitz verzichten. Beim zweiten Spiel am Sonntag fehlten auch noch Anastazja Gawron, Nadine Gentz und Kristin Schmid, wo hingegen Paula Byszio wieder im Kader stand.

Das Spiel am Samstag war eine schnelle hochklassige Partie in der sich beide Teams zumindest im ersten Drittel nichts schenkten. Emily Nix scheiterte per Alleingang am Planegger Neuzugang im Tor, Franziska Albl. Lisa Geml im Ingolstädter Gehäuse wurde zwar häufiger, aber zumeist aus der Distanz geprüft und ließ ihrerseits nichts anbrennen. So ging man mit einem leistungsgerechten 0-0 in die erste Pause. Im zweiten Abschnitt spielte dann nur noch das Team aus Ingolstadt, was auch das Torschussverhältnis von 13-4 zu Gunsten des ERC wiedergibt. In der 24. Minute war es dann Brooke Reimer, die das erste Saisontor für die Panther mit einem schönen Solo erzielte. Was dann allerdings in zweiten Drittel passierte, lässt sich nur als Chancenwucher bezeichnen, so scheiterte der ERC einmal an der Latte, zwei mal am Pfosten und vergab weitere drei(!) Alleingänge, so dass es beim 1-0 nach 40 Minuten blieb. Im letzten Drittel erwischten dann die Panther wieder den besseren Start und gingen durch Brooke Reimer in der 46. Spielminute mit 2-0 in Führung. Auch nach dem Treffer blieb der ERC größtenteils spielbestimmend, ließ aber weiterhin beste Torchancen ungenutzt und so kam es wie es kommen musste. Einen Abspielfehler in der neutralen Zone nutzte der ESC in Planegg durch Bernadette Karpf in der 50. Spielminute zum 2-1 Anschlusstreffer. Bis zwei Minuten vor dem Ende brachte der ERC Ingolstadt das Ergebnis gut über die Zeit und hatte im eigenen Drittel alles im Griff, als Emily Nix für eine überflüssige Aktion abseits den Spielgeschehens für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Und natürlich nutzte der amtierende Meister die Überzahl 43 Sekunden vor dem Ende mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie zum Ausgleich. 15 Sekunden vor Schluss vergab der ERC noch einmal eine Großchance zum Siegtreffer und so ging es mit einem 2-2 in die Verlängerung. Da auch dort keine Treffer fielen, musste das Penaltyschießen entscheiden, bei dem der ESC Planegg durch das Tor von Corie Jacobsen die Oberhand behielt und den Zusatzpunkt mit heim nahm.

Tags darauf musste man um 11.15 Uhr erneut gegen Planegg ran, diesmal auswärts in Grafing. Der Start in die Partie wurde leider komplett verschlafen, so dass man bereits nach 11 Minuten mit 0-3 zurücklag. Paula Byszio, die heute zwischen den Pfosten stand, musste bereits nach 7 Minuten verletzt ausgewechselt werden. Für sie kam erneut Lisa Geml zum Einsatz. Nach dem das 0-3 endlich als Weckruf diente, kam der ERC Ingolstadt richtig ins Spiel und machte da weiter wo er am Samstag aufgehört hatte. So wurde zwei mal der Pfosten getroffen und zwei weitere Alleingänge vergeben. In der 18. Und 20. Spielminute konnte Brooke Reimer mit ihren Saisontoren 3 und 4 den Anschluss zu Gunsten der Panther wieder herstellen und man ging mit einem kleinen Rückstand in die erste Pause. Auch in den nächsten 20 Minuten gab es das selbe Bild, der ERC war die bessere Mannschaft, aber vergab Chance um Chance, unter anderem eine 100sekündige 5 gegen 3 Überzahl. Auch in diesem Drittel hatte man erneut drei Alleingänge, die allesamt vergeben wurde. Im letzten Drittel versuchte man noch ein mal alles und scheiterte entweder an der gut aufgelegten Julia Graunke im Planegger Tor oder aber am eigenen Unvermögen. Als Coach Christian Sohlmann eine Minute vor Schluss die Torhüterin zu Gunsten eines sechsten Feldspielers opferte, gelang der Ausgleich leider nicht mehr, stattdessen erzielte Planegg 2 Sekunden vor Schluss noch das 4-2 ins leere Gehäuse.

Als Fazit aus diesem Wochenende bleibt zu ziehen, dass man mit dieser Chancenverwertung in den Topspielen leider nicht punkten wird, auch wenn man fast über das gesamte Spiel das bessere Team ist. Außerdem geht man natürlich nun mit einer riesigen Hypothek aus den Topspielen in die restliche Bundesligasaison.

Es bleibt zu hoffen, dass in zwei Wochen bei den nächsten beiden Heimspielen gegen das letztjährige Schlusslicht aus Hannover bei möglichst vielen Spielerinnen der Knoten vor dem Tor platzt, da man die Woche drauf zu den defensivstarken Bären aus Bergkamen muss.

Schnupper- und Sichtungstag nur für Mädchen

Die ERC Ingolstadt Frauen veranstalten gemeinsam mit den Erding Gladiators einen Schnupper- und Sichtungstag nur für Mädchen

girls day 2017Einmal zusammen mit den Bundesligaspielerinnen des ERC Ingolstadt - darunter auch Spielerinnen der Nationalmannschaft - auf dem Eis stehen. Das wird am Sonntag, 10.09.2017 in der Eishalle Erding möglich sein. Gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner veranstalten die Young Gladiators einen Girls-Day für alle interessierten Mädchen zwischen 3 und 20 Jahren.

In drei Gruppen werden sich der Trainer des ERCI, Christian Sohlmann mit seinen Spielerinnen gemeinsam mit den Trainern des TSV Erding um die eishockeybegeisterten Mädchen kümmern.

Die Gruppe 1 spricht jungen Mädchen zwischen 3 und 8 Jahren an, die entweder ihre ersten Schritte auf dem Eis wagen oder bereits Schlittschuhlaufen können und ihre ersten Erfahrungen mit dem Schläger machen wollen. Ihr braucht einen Schneeanzug, Handschuhe, einen Fahrradhelm und Schlittschuhe. Diese können bei Bedarf auch ausgeliehen werden.

Junge Spielerinnen zwischen 9 und 13 Jahren, die bereits erste Eishockey-Erfahrungen haben und intensiver in diese Sportart einsteigen oder gar schon erste Kontakte zu einem Bundesligateam knüpfen wollen, sind in der Gruppe 2 gut aufgehoben. Nach einer gemeinsamen Off-Ice-Einheit geht es zum Training aufs Eis. Dabei haben alle Mädchen die Möglichkeit, sich im persönlichen Gespräch Tipps und Informationen aus erster Hand zu holen.

In der Gruppe 3 finden sich Spielerinnen zwischen 14 und 20 Jahren, die sich bereits für Eishockey als ihre Sportart entschieden haben und diese leistungsorientiert betreiben wollen, entweder mit einer Doppellizenz aus ihrer Nachwuchsmannschaft heraus oder über einen Wechsel in eine reine Frauenmannschaft. Neben einer anspruchsvollen On-Ice-Einheit gehören auch Off-Ice-Einheiten bestehend aus Kraft-, Konditions- und Koordinationstraining zum Programm.
Treffpunkt ist zu den angegebenen Zeiten an der Erdinger Eishalle, Gruppe 2 und 3 mit vollständiger Eishockeyausrüstung.

Gruppe 1 -3-8 Jahre
9:30 Uhr 10:00 Uhr 11:00 Uhr

Gruppe 2-  9-13 Jahre
10:00 Uhr 11:15 Uhr 13:30 Uhr

Gruppe 3 - 14-20 Jahre
11:30 Uhr 12:45 Uhr 15:00 Uhr

Anmeldung zum Girls Day in Erding bis zum 01.09.2017: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!